Zaragoza und Provinz Cinco Villas - besucht im November 2010 - war meine erste Reise als FAM-Trip mit Besichtigungen, auf Einladung von Turismo Zaragoza sowie einer dort ansässigen Agentur in Zusammenarbeit mit einer Berliner Agentur. Den nachfolgenden Bericht schreibe ich Heute, im nachhinein aus Erinnerung mit Unterlagen und Notizen, damals gab es meinen Reiseblog noch nicht und auch meine Webseiten sahen anders aus. Doch auch diese Reise habe ich noch vor meinem Inneren Auge, auch sie war eine Besondere. Ich bekam eine Region gezeigt die, außerhalb von Spanien, noch wenig als Reiselandschaft bekannt war. Aber Zaragoza als ehemalige EXPO-Stadt 2008 hatte sich schon eingeprägt. Mich überraschte die Stadt mit ihrer Mischung aus Moderne und vielseitiger Geschichte. Unsere Reise begann dort mit einem B2B Meeting in der Islamischen Burg, der 'Aljaferia', eine imposante Anlage die offen für Besichtigungen ist, mit einer schönen riesigen Säulenhalle und ausgebauten Konferenzräumen. Am nächsten Tag bei der Stadtbesichtigung bekamen wir die Archäologische Ausgrabungsstätte im Zentrum gezeigt, auch das ehemalige Expogelände mit der phantastischen, riesigen Stahlfigur die aus netzartiger Struktur bei Dunkelheit im blauen Licht erstrahlt. Ich erinnere mich an eine junge jugendliche Stadtbevölkerung, grosszügige Straßen und einen kleinen Altstadtkern, insgesamt alles überschaubar und die Pyrenäen in der Ferne. In diese Richtung fuhren wir dann am nächsten Tag um die Provinz mit den Cinco Villas (5 Städte) kennen zulernen. 

Wir waren ja unterwegs im Norden Spaniens, in der Region Aragonien, immer mal wieder auch in der Nähe des Jakobsweg, die mittelalterliche Geschichte/n, Maurische und Jüdische Spuren zu entdecken. Unsere Unterkunft, ein Paradores, lag in einem Dorf, 'Sos del Rey Católico', hoch oben im Gebirge, majestätisch und als sei die Zeit dort stehen geblieben, optisch. Die Mittelalterlichen Gassen, die ich so liebe, waren zwar dunkel und kühl, es war ja auch schon November, aber ihr Zauber war zu spüren. Bei unserer Rundreise in die kleineren Städtchen und Dörfer fanden wir immer wieder die geschichtlichen Bezüge zur Herrschaft der Aragón, des Mittelalters und der katholischen Kirche. Auch die Zeit des Navarra Königreiches, geblieben davon ist die Provinz mit gleichnamigen Weinanbaugebiet, weiterer Jüdischer Bevölkerung, und noch heutiger Pilgerstrecke des Jakobsweges. Wir, unsere Gruppe deutscher Reiseorganisatoren, bekamen selten gezeigte Ziele, Plätze und Orte zu sehen. So waren wir die Ersten, denen ein neuer archäologischer Fund gezeigt wurde: eine jüdische Siedlung mit Synagoge, heute unterhalb des heutigen Dorfes Uncastillo. Dort kamen wir auch in den Genuss eines Sephardischen Abendessen, ein rares Erlebnis, das Restaurant ist aber offen für jeden Gast um dort einzukehren. Am nächsten Tag durften wir ein Stück des französischen Jakobsweg gehen, in der Landschaft bei Artieda, wo auch ein Pilgerhaus für Übernachtungen steht. Wir haben noch ein paar weitere Übernachtungsmöglichkeiten gezeigt bekommen, darunter auch ein wunderschönes Bed&Breakfast. Während unserer Fahrt konnten wir die Landschaft wirken lassen, die erholsame Atmosphäre spüren und mit Wissen bereichert zu einer Region, die so hoffe ich, noch lange ein wenig unentdeckt(er) bleibt. ©VC