Valencia - im Februar 2017 besucht - Die Stadt in deren Umland die Paella erfunden wurde, ist die zweitgrößte Spaniens, wirkt aber durch die vielen unterschiedlichen Stadtteile nicht so riesig und ist auch durch sein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrssystem überschaubar. Auch den Flughafen verbinden verbinden zwei direkte Metrolinien mit der Innenstadt. Mit dem Metrosystem kann man sich sehr schnell orientieren, zu beachten ist das digitale Ein- und Ausgangssystem nur mit gescanntem Fahrschein. Zahlreiche Buslinien ergänzen die Fahroptionen. Zudem ein starkes Fahrradwegenetz und großes Verleihangebot. Mein besonderes persönliches Überraschungserlebnis hatte ich beim ersten Metroausgang, eine Allee mit Orangenbäumen (genauer Bäume mit großen Clementinen), den Naranjo. Diese Zierbäume sind überall in der Stadt zu sehen, oft auch in weniger attraktiven Straßen, die dadurch aber wieder schöner sind. Eßbar sind diese Früchte allerdings nicht. Dafür findet man aber alle paar Meter eine Bar oder ein Café mit Tapas oder Süßem, Imbisse oder Bars mit den belegten Brötchen den Bocadillos, Tapas oder auch baskischen Pintxus. Überall sind Restaurants, mit Paella und spanischen Speisen oder internationaler Küche, die allerdings oft am Nachmittag geschlossen haben. Und für die Selbstversorger und valencianischen Küchen sorgen reichhaltige Gemüse- und Obstläden für Einkaufsgenüsse. Preise sind in Valencia nicht so hoch wie in anderen Metropolen und scheinen für touristische Besucher mehr ermöglichen zu können (als für so manchen Bewohner der Stadt).                                                                                

Die Ciutat de les Arts I les Ciencies mit den futuristischen Bauten der Architekten Calatrava und Candela, mit dem Konzerthaus und dem Aquarium auf riesigem Gesamtgelände, sind noch immer eine Attraktion der Stadt, aber auch mit Fassaden deren Glanz schon etwas 'in die Jahre gekommen ist'. Im historischen Zentrum der Stadt stehen Prachtbauten in heutiger Funktion als Hotel oder auch noch der Verwaltungen und Behörden. Beeindruckend ist die ehemalige Seidenbörse, 'La Lonja de la Seda' mit UNESCO-Welterbetitel, mit einer Halle deren Säulen in Form abstrahierter Palmen gestaltet sind. Sehr bedauerlich ist das es heute keine aktuelle Seidenproduktion mehr in Valencia gibt. Stadtnah hat Valencia auch das Meer mit einem langem Sandstrand und einer Promenade, wobei in Wintermonaten dort nicht so viel Betrieb herrscht. Pittoresk verbindet der Fischerstadtteil Cabanyal zur Innenstadt. Gesamt empfunden verstreut die Stadt einen leicht morbiden friedlichen Charme mit viel authentisch spanischem Flair und einer geselligen Bevölkerung die der Stadt ihre aktive Turbulenz verleiht. In 20-30 km Entfernung vor Valencia liegen die Orangenhaine, Gemüse-, Obst- und Reisfelder und ein riesiger See mit Kanalsystemen. Hier wird ge- und erarbeitet für die Ernten und man erholt sich bei Bootsfahrten mit alten Kähnen, Paella mit der Familie oder auch beim Kochworkshop. Und nicht zu vergessen ist der meist doch blaue Himmel, die strahlende Sonne, und im Frühling der Duft blühender Orangenbäume.©VC