Sizilien - besucht im Juni 2019 - zuvor 2018 im April, 2017 im Oktober - mit einer 3-wöchigen Reise auf Sizilien und einer Äolischen Insel, überwiegend privat, erfüllte ich mir einen lang gehegten Wunsch: 3 Wochen in Italien und endlich nach Palermo, wieder nach fast 35 Jahren und auf den Ätna, das habe ich auch geschafft. Auf meiner Route lagen Orte für die ich nun mehr Zeit hatte und einige neue Orte. In Catania gelandet, in meinem bisher bevorzugten kleinen Hotel im Zentrum eingecheckt, war ich am ersten Tag schon Mittags dort. Laut, heiss, hektisch, quirlig, schön wieder hier zu sein ! Nachmittags habe ich noch zwei Hotels besichtigt, eines davon in traumhaft historischer Kulisse, moderne Zimmer und im Zentrum. Dann viele Telefonate um die Ätnatour für den nächsten Morgen zu bekommen. Diese war dann gleich ein Highlight meiner Reise, ich wanderte im Nicolosi Gebiet, um und auf den Vulkankratern, in kleiner Gruppe und mit Guide. Später am Tag habe ich wieder neue Bereiche, Straßen von Catania durchlaufen, um die Ecke und überraschend mit interessanten Shops. Beinahe wäre ich in einer (über)teuren Pasta Trattoria gelandet um dann mit neuem Entschluss jene andere Catanische wiederzufinden, in einer kleinen Seitenstraße nahe dem Studentenviertel, die mir beim letzten Besuch schon sehr zugesagt hatte.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück bin ich mit dem Zug weiter nach Taormina gefahren. Von der Stazione dort per Bus zum kleinen Ort Mazzarò, in mein kleines Gartenhotel mit Steintreppe zur kleiner Bucht. Man lernt nicht aus, mein kleines nettes Zimmer hatte die Fenster in 3 m Höhe - das hatte ich nicht vorher erfragt - nach erstem Ärger nutzte ich dann einfach die (offene) Zimmertür mit Gang zum Garten wie eine Terrassentür. Die wunderschöne Bucht mit kleinen Booten, aber auch voller Hotelliegen, und kleinen Restaurants war allerliebst. Ebenso die nächste mit dem Weg an der Straße dorthin. Am Baden hinderten mich die großen runden rutschigen Steine, aber zum Sonnen, wenn auch in der Masse, war es idyllisch. Ich polte mich auf Urlaub, auch für den nächsten Abend in Taormina, wo ich liebe KollegenFreunde zum Essen traf. Vorher sah ich einen neuen, schönen Teil von Taormina Centro mit 3 Hochzeiten, 1 Beerdigung und einer kleinen Parade. Dann musste ich am Sonntag weiter reisen, nur per Taxi kam ich morgens zum Bahnhof, bis Messina per Zug, dann weiter per Bus bis Milazzo. Dort konnte ich grad noch in die wartende Fähre nach Salina (Äolische Insel) einsteigen, im schönen Ort Malfa wartete ein junger Freund auf mich. Es folgte eine Woche Urlaub mit Alltagsleben, ich betete jeden Morgen den Stromboli aus bzw. in der Ferne an, und wäre so gerne geblieben, hätte ich nicht andere Reisepläne 'gebucht' gehabt und ich wollte ja Palermo wiedersehen. Gegen die teuren Preise der Fähre, die Tragflügelschnellboote, mit dem Touristenaufschlag pro Fahrt, zurück nach Milazzo half auch mein Kommentar nicht, dort am Bahnhof gab es dann endlich wieder eine Bar (ich hatte aber Proviant dabei), ich musste auf meinen Zug nach Cefalù warten.

Zug fahren in Italien ist immer noch erfreulich günstig, es klappt auch immer alles besser als in Germany, und entlang der Küste zur einen Seite, das Gebirge Nebrodi zur anderen, mit vielen Stopps in kleinen Orten wie z.B. Barcellona Pozzo di Ghotto und Patti, lag mein nächstes Ziel auf halber Strecke nach Palermo. Cefalù soll so schön sein, sagten alle, und ja ich bestätige. Der kleine, lebendige Ort, hat eine schöne Altstadt mit zahlreichen Gassen, vielen Lokalen, eine wunderbar sonnenbeleuchtete Kathedrale, einige Paläste, einen alten Fischerstrand und dahinter einen langen Sandstrand. Dieser ist zwar voll mit Liegestühlen, aber zum hinteren Ende wird es leerer und viele Strandbars laden zum verweilen ein. Die ersten zwei Nächte hatte ich ein Hotel oberhalb vom Yachthafen, etwas abseits vom Zentrum. An der Straße entlang kam ich zur Altstadt und auf dem Weg fand ich eine Trattoria mit Terrasse am Meer und Sonnenuntergangsblick. Für die dritte Nacht habe ich kurzfristig, zufällig, glücklicherweise, ein B&B Apartment oberhalb der Klippen mit Meerblick gefunden. Der kleine Ort bietet vielseitige Restaurants und Geschäfte, auch noch Traditionelle, hierher möchte ich wiederkommen. Ich musste weiter reisen, wieder wartete ein neues Ziel auf mich, Palermo mit gebuchter Unterkunft. (s. dazu den Palermo Reiseblog). Heute, im Juli, zurück in Düsseldorf vermisse ich Italien wieder.©VC