Palermo - besucht im Juni 2019 - und ca. 35 Jahre zuvor - Oh ich hatte eine traumhafte Vorstellung von dieser heutigen Stadt, hatte nur Positives gehört, über prächtige Bauten, Paläste, Villen, UNESCO-Stätten, die Kathedrale, unendlich viele Kirchen, bunte Märkte, spezielle Sizilianische Küche und Palermitaner mit ihren offenen Herzen. Letztes stimmt auch, alles andere ist auch zu sehen, aber nicht bedacht hatte ich den nicht entsorgten Straßen- und Hausmüll, plus Sperrmüll, die unendlich vielen Tauben und die zahlreichen (anderen) Reisenden, Touristen. Und so dunkel und im verfallen hatte ich die Architektur nicht erwartet. Heiss war es auch, für Juni in Palermo ungewöhnlich heiss, was ich normalerweise sehr mag, aber diesmal, hier, war es mir zuviel und das hatte ich dann 6 Tage. Ja ich gebe zu, enttäuscht war ich von der Wirkung Palermo, meine Vorstellungen stimmten so gar nicht mit der Realität überein. Dennoch, ich hatte eine familiäre Unterkunft, an strategisch optimalem Punkt im Zentrum, alles war dadurch erreichbar bzw. praktisch, einfach machbar. Ich schaltete wieder auf Urlaub, d.h. Zeit für Alles, kein Besichtigungszwang, ich ließ Lust und Laune entscheiden, und für eine Pause war mein Zimmer nie weit. Durch die relativ lange Zeit, habe ich Palermo gut kennen gelernt. Jetzt kenne ich mich dort aus, im Zentrum und nahem Umgebungsbereich. Mit einem Tagesauflug per Bus habe ich Monreale oberhalb von Palermo gesehen, der Blick hinunter auf die Stadt am Meer und dem Gebirge zur anderen Seite, ist sehr schön. Leider fand ich den Eintritt in die Kathedrale auch wieder teuer und habe mich mit Aussenbesichtigungen und Postkarten für meine Sammlung begnügt. Die rückseitige arabische Fassade ist allerdings unglaublich reichhaltig verziert, Intarsien aus Stein im Stein. Später entdeckte ich das Palermo's Kathedrale auf der Rückseite genauso aussieht. An einem anderen Tag, vorher am Sonntag, wollte ich raus aus der Stadt und bin zum Badeort Mondello am späten Nachmittag gefahren. Immerhin hatte ich dadurch andere Stadtteile aus dem Bus gesehen, denn Mondello war überfüllt und an den Strand wäre man nur per Eintritt gekommen. Jeden Tag habe ich Neues in Palermo entdeckt, gesehen. Dennoch einige Ziele habe ich - diesmal - nicht umgesetzt, z.B. den Ort Bagheria habe ich nicht besucht. Anstrengend waren die Tage insgesamt doch, und zum Ende war ich ungewohnt froh zum Flughafen in Palermo zu müssen. Heute, im Juli, zurück in Düsseldorf vermisse ich Italien, Sizilien, wieder, auch nach Palermo werde ich nochmals fahren, dann zu einer anderen Jahreszeit. ©VC