Gran Canaria - besucht im Juni 2014 - Mit großer Freude nahm ich die Einladung vom Gran Canaria Convention und Turismo Bureau für eine 4-tägige Information- und Besichtigungstour an. Waren doch die Kanaren mit ihrem vulkanischen Ursprung meine Favorisierte Region, obwohl ich bisher ja nur Lanzarote kannte. Mit 2 Kolleginnen aus Deutschland trafen wir uns mit weiteren internationalen Veranstaltern in kleiner Gruppe. Empfangen wurden wir von den beiden Chefs des Convention Bureau. Und gleich zu Beginn am Flughafen wurde es schon spannend da unsere Koffer beim sehr knappen Umsteigen den Flug verpasst hatten. Aber 'Senor Manuel' konnte klären, wir haben die Koffer später bei einer weiteren Fahrt zum Fhf kurz vor dem abendlichen Dinner noch erhalten. Durch die Fahrten hatten wir schon in den ersten Stunden viel von der schönen Insel sehen können, wobei die bunten Hausfassaden an der Schnellstraße jeweils in anderes Sonnenlicht getaucht waren. Zuvor haben wir unser phantastisch gelegenes Hotel an der Westküste erreicht. Große Apartmentzimmer mit Balkon zum Meer, es war später Mittag also hatten wir auch die Sonne am Horizont, alles strahlend blau, gelb, glitzernd. Etwas später schaukelte noch ein historisches Schiff als Partyboot vorbei und wir hatten ein musikalisches Intermezzo. Alle Aktionen nur in kurzer Zeit, es wartete ja der Koffer und einige andere Hotels, die uns ihr wunderbares Ambiente zeigten. Wir genossen unser reichhaltiges Dinner in einem Palmenbewachsenen Innenhof mit angrenzendem Park.

Der nächste Tag war vollgepackt mit Highlights. Unsere 'Chefs' entpuppten sich als Chauffeur, Guide, und waren die perfekte Reiseleitung um ihre Insel zu zeigen. Über uns das beste Wetter sahen wir zuerst die verschiedenen Ausstellungs- und Messehallen von Gran Canaria, im Umfeld von weiteren Hotels und Apartmentanlagen. Bisher waren wir noch in Küstennähe und staunten auch über das riesige Sanddünengebiet für das GC berühmt ist. Danach ging die Fahrt ins Landesinnere. Die Landschaft änderte sich, weite und oder zerklüftete Bergzüge und Tafelartige Berge, den sog. Roques, Vulkankegel und Krater, Palmentäler und Buschwerk, Blumen und blühende Kräuter am Straßenrand, kurvige Straßen, wir Teilnehmer wurden durch all dies achtsam gelenkt. Es heißt Gran Canaria ist ein Microkontinent vielseitiger Landschaftstypen auf kleinstem Gebiet, ja so empfindet man die Insel. Mittags sahen wir ein B&B Agriculture Turismo für entspannten Urlaub im Landesinneren mit einem idyllischen Lounge & Restaurantebereich unter schattigen Bäumen. Den Sonnenuntergang am Abend konnten wir auf der Dachterrasse eines Golfhotels erleben, mit Ausblick auf das Meer und Blick auf die weitläufige Anlage mit begrünten Park. Der zweite Tag startete an einem meiner neuen Lieblingspunkte dieser Insel, dem Konzerthaus Auditorium Alfredo Kraus. Seine beeindruckende Architektur mit einem Rieseneingangstor aus Holzgeflecht, dem Bullauge im Konzertsaal mit Aussicht auf das blaue Meer, weitere glasblaue Fensterornamente, die Kunstvolle Gestaltung mit Objekten zu Meerestieren im Treppenhaus, Größe, Ruhe, Sonne, Kulturstimmung vereint. Später am Nachmittag waren wir im historischen Zentrum von Las Palmas. Dort steht das Casa de Colón, das Haus des Kolumbus als Museum, die engen Gassen mit der heute zufällig anwesenden Hochzeitgesellschaft in einer kleinen Kirche, und um die Kathedrale herum waren rote Fahnen geflaggt und rote Tücher ausgehängt, es war gerade die Zeit zum Fronleichnamsfest. Schade, es war keine Zeit für eine Aufführung im Teatro, aber ich habe immerhin das Gebäude sehen können, das ebenfalls wie das Auditorium A.K. sehr bedeutend für die Kanarischen Inseln ist. Viele kleine Museen warten ebenfalls auf meinen Besuch bei meiner nächsten Reise nach Gran Canaria.

Die Kanarischen Details interessieren mich sehr und ihnen gehört mein Herz. Die Pflanzenwelt hier auf der Insel hat besonders viele Afrikanische Tulpenbäume, deren knallrote Blütenkelche im grünen Federartigen Blattwerk wunderschön sind. Die Kanarische, hohe und schlanke Palme, der Drachenbaum, die riesigen Kakteen, davon teils je nach Jahreszeit mit roten und gelben Früchten, die überbordenden Bougainvillea Sträuche, Hibiskus und Strelitzien, Aloe Vera Pflanzen, für mich sind dies die schönsten Pflanzen überhaupt. Gesamt ist die Pflanzenwelt hier noch umfangreicher und ca. zu 30 % endemisch. Am 3. Tag wartete am Strand von Las Palmas auf uns ein traditionelles Fischrestaurant, einfach und köstlich. Abends zuvor im Kontrast das Restaurant im 'königlichen' Hotel mit einem ausgezeichneten Sternekoch, in herrlicher würdevoller Illumination, war ein anderer kulinarischer Genuss. Es bleibt noch viel zu entdecken oder auch wieder zu besuchen auf dieser Hauptinsel der Kanaren. Die Abreise fiel uns allen schwer, wir waren verzaubert vom Canarischen Charme und auch ich möchte bald wieder hin reisen.©VC