Eolie - Äolische (Liparische) Inseln - in diesem Jahr besucht im Juli und August 2020, ein paar Wochen zuvor hatte ich meinen Flug nach Catania gebucht und war glücklich das ich im Juli auch fliegen konnte. Vor mir lagen 4 Wochen die ich vorwiegend auf den Eolischen Inseln verbringen wollte, überwiegend privat plus einige Tagen mit Erkundungen auch an neuen, noch nicht besuchten Orten. Vom Flughafen aus konnte ich direkt weiter bis nach Messina fahren, mit dem Überlandbus, das Ticket hatte ich schon, durfte damit auch einen Bus vorher nutzen. Es war heiss, ich müde und so nahm ich ein Taxi zum B&B (das zuvor gebuchte wurde mir während der Fahrt in ein anderes umgewandelt, erstaunt aber ok akzeptierte ich). Mein kleines nettes Zimmer mit Blick auf den Hafen war praktisch, zentral gelegen auch für meine Weiterfahrt 2 Tage später nach Salina. Es war meine erste Reise mit dieser Route, zukünftig werde ich das immer so machen, Catania -Messina- Eolie.  Mit dem Schnellboot morgens kurz nach 8 Uhr war ich schon mittags in Santa Marina Salina. Dort kannte ich mich ja aus und war auch bald per Bus in Malfa, wo mich ein Freund erwartete bei dem ich dann 3 Wochen wohnen konnte, in einer Wohnung mit großer Terrasse oberhalb vom Dorf. Die Aussicht war umwerfend, das grüne Malfa, das blaue Meer, Stromboli in der Ferne und quasi nebenan eine alte Villa, ein Kulturzentrum mit Konzerten (incl. tägliche Proben in Hörweite). Es folgten Tage normalen Alltagslebens, überwiegend draußen, mit Baden im Meer, das am Scario Strand wunderbar klar und warm war, auch schon morgens um 8 Uhr, so oft wie diesen Sommer war ich nie zuvor im Meer baden.

Nach einigen Tagen brach ich zu meiner Neuerkundung der Insel Filicudi auf, westlich gelegen, nicht ganz so weit wie Stromboli im Osten. Ruhig und naturbelassen sollte es dort sein. Ich hatte ein Hotel aus meinen Messekontakten gebucht, die Aussicht von dort hinüber nach Salina, sowie Stromboli und Panarea war atemberaubend, insbesondere morgens zum Sonnenaufgang kurz nach 6 Uhr. Mein Zimmer, klein aber schön eolisch, auch meine zugehörige kleine Ecke auf der blaugefliessten weissen Steinbank der Terrasse war wunderbar. Die Küche hat immer leckeres Fisch-Essen gemacht, ich hatte 3 Tage Halbpension - d.h. mit Abendessen gebucht - nur an meinem Tisch (zu meinem Zimmer) stand immer nur 1 Stuhl, mal wurde mir bei  Protest einer dazugestellt, ein anderes mal wieder nicht, das geht gar nicht ! schade, dadurch keine Empfehlung von mir. Auch insgesamt ist Filicudi sehr reduziert, kein öffentlicher Bus, kaum Lokale, und diese sind nachmittags geschlossen. Zum wandern war es mir zu heiss, um 20 h wird es dunkel, ich gönnte mir 3 Tage Nichtstun. Den kleinen Hafenort sah ich zur Rückfahrt nach Salina, dort war es voll und ich hatte Zeit für eine Lemon-Granita, die immer wieder lecker und erfrischend ist.

Wieder in Malfa, Besuche bei afrikanischen Freunden, Fischessen Zuhause, und in der Kulturvilla eine Buchpräsentation zu Bruce Springsteen, super und skurril zugleich, die weiteren Konzerte hörte ich dann wieder von der Terrasse aus. Morgens gegen 7 h aufzustehen ergab sich schon durch meine innere Uhr und es war schön die wenigen frischen Morgenstunden zu leben.  Dann folgen noch einmal 2 besondere Tage für mich, auf Stromboli, der für mich immer wieder aufregend ist, auch sein Anblick täglich von der Malfa-Terrasse aus, sofern die Insel nicht im Dunst verschwand.

Stromboli, Insel und Vulkan sind eins, mit seinem Namen und Vorort dreht sich alles um 'Iddu'. Diesmal hatte ich bei einem neuen B&B gebucht, mein Zimmer lag wirklich unterhalb vom Vulkan, ich konnte ihn von meinem Bett aus sehen und hören. Für mich zur Zeit das Absolute ! An einem meiner 2 Abende dort sah ich auch für 10tel Sekunden sein Rotes Feuer mit einigen geworfen Lava-Funken. Die Ankunft auf Stromboli war anders als erwartet, es regnete in Strömen (im August angeblich nie zuvor), zum Glück hatte ich vorher schon mein Tuctuc Solar-Taxi reserviert, bei der einzigen weiblichen Fahrerin, die ich von vorherigen Besuchen kannte. Im B&B, einem alten charmanten Eolie Haus, weiter hinten im Dorf, hinter der Piazza und Kirche, war ich bezaubert von meinem Zimmer und hätte Stromboli auch im Regen gut gefunden. Der hörte dann doch erst einmal auf und zeigte sich später am Abend wieder als ich gerade mit meinem Abendessen fertig war, auf der Pizzeria Terrasse unterhalb vom Vulkan.  Zuvor hatte ich den Stromboli spucken, donnern und fauchen gehört, konnte einige Bilder machen und war glücklich, wie gesagt das Absolute. Der Regenguss war heftig, alle Gäste stürmten in die Pizzeria, ich wollte dann zurück in mein Zimmer und konnte mit dem Pizzeria Shuttle Bus, was ein eigenes Erlebnis war (wie Safari meinte der Fahrer, ja so empfand ich es auch), zurück in das Dorf Piscita. Von dort hatte ich noch einen Fussweg im Dunkeln, die Taschenlampe hatte ich dabei, vorbei an der 2. Kirche auf Stromboli, San Bartolomae, ein Stück war die Gasse dort breiter als die sonstigen Gassen und Wege, genau diese fussläufigen Gassen liebe ich aber sehr.  Ab und zu ein Tuctuc, Ape oder Moto(rrad), es ist wunderbar so. Ich meine doch mich zu erinnern, der Stromboli hat Nachts immer mal wieder rumort, so c. alle 20 min. äußert er sich ja, es kam aber nichts Spektakuläres, so sehr ich mir das auch gewünscht hatte. Am nächsten Tag wollte ich eigentlich bei einer abendlichen Wanderung 5 Std. hoch auf den Stromboli mitgehen, bis ca. 400 m wären möglich gewesen, aber aber ich fühlte mich nicht kräftig genug und sagte wieder ab. Stattdessen ging ich den Fussweg zur Pizzeria (tags zuvor hatte ich ja den Shuttle Bus). Zuvor hatte ich bis mittags den schwarzen Strand zum baden erkundet, das Meer war mir jedoch zu wild, es kam Regen und dann die Mittagshitze. Nachmittags war es relativ leer auf dem schmalen, holprigen Wanderweg, vorbei am Aussicht-Restaurant ging es weiter in Kurven nach oben. Gras, Schilf und Gebüsch, und quasi hinter mir immer der Blick hinunter aufs Meer und vor mir hinauf zum Stromboli. Natürlich wartete ich die ganze Zeit auf Rauch, Rumoren und Gestein, für rote Lava war es zu hell. Geschätzt ca. 200 m höher, weitere Wanderer zogen an mir vorbei, entschied ich mich für den Rückweg, wegen meiner Kräfteenergie. Das war auch gut und ok so, es gelangen mir noch ein paar schöne Fotos und kurze Videos , und unten in Piscita hatte ich die Zeit für den Sonnenuntergang überm Meer erwischt, auch das war super, auch für Fotos. Auf dem Rückweg entschied ich mich für ein Abendessen, eine nette Restaurantterrasse lud mich ein, ich bestellt mehrere Vorspeisen die alle große Portionen wurden, und im Dunklen wieder mit Taschenlampe, war es dann noch ein Stück zum B&B. Auf der Terrasse dort erhaschte ich rote Funken vom Stromboli um dann müde in mein schönes altes Zimmer mit offenem Fenster zu wechseln. Am nächsten Morgen trank ich noch meinen Cappuccino in der Bar Ingrid (das Ingrid Bergmann Wohnhaus, gegenüber meines B&B stand zum Verkauf) in der Nähe, bevor ich meine Tasche holen musste um mit Zeit zur Fähre am Hafen zu laufen. Leider ist es im August sehr teuer auf Stromboli, so gerne wäre ich länger geblieben. Die Fahrt ging, wie immer über Panarea. Diese Insel mit noblem Flair werde ich bei meiner nächsten Eolie-Reise erkunden. Auf der Fahrt nach Salina war das Meer unruhig, es regnete auch stark, nasse Straßen in S. Marina, was für ein untypisches Wetter im August.

Nun hatte ich noch etwa 2 Wochen für den Sommer auf Salina, für den Rückweg gen Flughafen fuhr ich wieder per Fähre nach Messina und von dort zur Abwechslung per Zug nach Catania. Dort hatte ich nur 1 Nacht gebucht, genoss das turbulente städtische Leben und den Blick vom Hotel auf den Etna. Am nächsten Mittag gab es am Flughafen durch Corona lange Warteschlangen, aber der Flug fand pünktlich statt und das Flugzeug war wieder ziemlich ausgebucht. In Düsseldorf Leere am Fhf, abgeklebte Buskabinen, es war warm aber irgendwie öde. Heute ca. 2 Wochen später könnte ich wieder losfahren, d.h. würde ich so gerne wieder nach Sizilien fliegen.©VC