Bari und seine Region - besucht im Mai 2019 -  im Frühjahr nach Apulien, war schon länger ein Wunsch von mir. Mein Flug ging nach Bari, in der Stadt kenne ich mich schon etwas aus, ich war schon Mittags dort und konnte mein Hotelzimmer im Zentrum haben. Bis zum Treffen mit einem italienischen Kollegen, der hier eine Agentur für Kunstreisen hat, war es noch Zeit und ich erkundete die nähere Umgebung. Um die Basilica, stets unter Polizeibewachung, herumzulaufen ist weitläufig, in der Nähe liegt das Meer mit Hafen der aber leider mit Zäunen versperrt ist, das Centro Storico mit seinem großem Platz und den Restaurants war mir vertraut und doch wieder neu zu sehen. Später mit meiner Suche nach der Büroadresse entdeckte ich eine der Einkaufstraßen von Bari  und das große rote Theatergebäude. Dann zusammen mit meinem Kollegen, der zuvor auch in Düsseldorf gelebt hatte, erhielt ich Insidereindrücke und nähere Informationen über Bari. Die Hauptachse, rotes Theater, das Teatro Petruzzelli, bis hinauf zur Kathedrale wurde in den letzten Jahren modernisiert. Nun sieht man alles in gerader Linie und im Fussgängerbereich wurde ein Teil wie ein Stadtplan des historischen Centro Storico asphaltiert. Eine klasse Idee die auch sehr gelungen ist. Natürlich sind wir auch in die Basilica San Nicola hinein, jener ist der Schutzpatron der Stadt. Und das war sehr gut, hätte ich doch sonst die beeindruckende orthodoxe Säulenhalle des Gebetraumes verpasst. In der Altstadt half der Kollege die Focaccia Bar zu finden, wo ich mein Foto von vor 5 Jahren gemacht hatte und dies gedruckt übergeben wollte. Ich erkannte auch einer den jungen Männer wieder, es war der jetzige Besitzer, die ebenfalls erfreut überrascht waren. Natürlich habe ich ein Stück Focaccia mit Tomate bestellt, ich kenne keine Bessere. Danach folgte noch das leckere Abendessen in einer modern traditionellen Trattoria mit einem Fischmenue.

Der nächste Tag führte uns per Auto über Ruvo di Puglia wo es ein besonderes Museum mit zahlreichen Ausgrabungen zur Gefäss-Sammlung gibt. Weiter ging es nach Altamura, die Cattedrale war glücklicherweise kurz geöffnet. Ein Spaziergang durch die Gassen, ein Caffè in einer schön gepflegten traditionellen Bar und weiter führte unsere Fahrt durch die Murgia Landschaft, gerade im saftigen Grün und mit vielen bunten Blumen, nach Matera (s. Matera Reiseblog), dort waren wir dann in der Region Basilicata.

4 Tage später führte meine Route per Zug nach Polignano al Mare, ich war wieder in Apulien. Das schöne Bungalowhotel lag abseits, weiter als angegeben und nur mit einem Tuctuc erreichbar, am Strand gab es noch keine Liegestühle, und der Regen machte diese auch unnötig. Das Wochenende verlief dann ruhiger als geplant, aber es gab leckeren Fisch im Hotelrestaurant. Montags hatte ich dann mal wieder Glück und es brachte mich jemand per Auto nach Conversano. Diesen kleinen Ort etwa 20 km entfernt hatte ich vor ca. 35 Jahren mit einem Sprachkurs kennen gelernt. Heute hatte er etwas von seinem Zauber verloren, ist aber noch immer eine schöne kleine Stadt. Vormittags habe ich dann ein Hotel in einem ehemaligen Palast, neben der Kathedrale, angesehen und konnte den Kontakt mit der Hoteldirektorin festigen. Nachmittags bin ich dann wieder per Zug, der Bahnhof dort liegt hier leider etwas am Rande, zurück nach Bari gefahren.

Tags zuvor hatte ich mit viel Sucherei, per Telefon und Internet noch ein B&B gefunden, alle Hotelzimmer waren ausgebucht oder unglaublich teuer. Am nächsten Morgen beim Warten auf mein Taxi zum Flughafen, erfuhr ich den Grund: ein Orthodoxer Feiertag mit vielen auswärtigen Besuchern. Ich hatte genug gesehen, war müde und wollte am letzten Tag in Bari nichts mehr unternehmen. Durch die abendliche Restaurantsuche fand ich in der Altstadt eine urige Pasta Küche wieder, diesmal konnte ich innen am Tisch sitzen und es war absolut günstig und originell. Ich war froh das ich in den kleinen verwinkelten Gassen mein B&B wiederfand, morgens um 7 h ein Frühstück bekam und noch wie eine Barinesa draußen in der Sonne auf dem Stuhl auf mein Taxi warten durfte. Zufuss bis zum Bahnhof hätte ich nicht mehr geschafft, oder nur mit viel Mühe. Auf dem kleinen Flughafen war viel Betrieb, ein italienischer Streik verursachte Chaos, ich aber hatte mal wieder Glück und das Flugzeug war pünktlich. Wie immer, meistens, mochte ich gar nicht nach Deutschland zurück fliegen. Wie gut das in Düsseldorf viele Italiener leben.©VC