Provinz Messina mit den Äolischen Inseln (Vulcano, Lipari, Salina, Stromboli) - besucht im Oktober 2017 (und später wieder im März/April 2018 privat )durch eine kurze Besichtigungsreise zu MIRABILIA 2017, dies ist eine alte und noch heute gebräuchliche, italienische Bezeichnung für besonders schöne Dinge und Orte. Dank der Organisation der Camera Commercio und der Comune Messina flog unsere kleine Gruppe von Reiseberatern von Verona nach Catania und von dort fuhren wir mit einem Shuttlebus nach Messina. Vom Vorsitzenden der dortigen Handelskammer und seinen Mitarbeitern im Gästesaal herzlich empfangen bestaunten und genossen wir ein herrliches, wunderbares Lunch Buffet. Traditionelle Sizilianische Antipasti, überwiegend sogar vegetarisch, farbenfrohe verlockende kleine Pasteten, Gemüse, Croquetten, natürlich auch Pasta- und Risottovarianten, Käse und auch Salami, Schinken und Vino, alles aus Sizilianischem Anbau und Produktion. Zum Dessert frische handgemachte Hörnchen, die Cannoli, mit einer Creme aus Mandeln, für alle, auch dem Team im Büro und des Cateringunternehmen, eine herrliche Gaumenfreude. Anschließend blieb eine kurze Zeit für die Kathedrale von Messina bis zur Rückfahrt nach Taormina, nochmals dadurch der tolle Blick auf die Meerenge von Messina (hier war ich vor 30 Jahren zuletzt, damals auf privater Sizilienrundreise, seitdem unvergesslich, doch nicht mehr Details in Erinnerung). Schon in der Dämmerung ging es die steilen Straßen bergauf um rechtzeitig zum Sonnenuntergang unser Hotel oben an der Steilküste in Taormina zu erreichen. Alle aus unserer Gruppe mussten erst einmal Fotos machen, verzaubernde Sicht auf Meer, Berghänge und die beleuchtet verstreut liegende Stadt und Umgebung. Am nächsten Morgen bin ich mit dem Sonnenaufgang über dem Meereshorizont aufgewacht, entzückt um dann auf der großen Terrasse das Frühstück einzunehmen und dann in einer knappen Stunde einen Teil des Ortes von Taormina und sein Griechisches Theater zu sehen. Dort mit Blick auf den Ätna und in die Weite der Landschaft über das Meer wäre ich so gerne länger geblieben, sicher werde ich wiederkommen. Unser Bus gen Norden nach Milazzo wartete. Von dort fuhr die Fähre, ein Tragflächenboot, ein Hydrofil, Schnellboot auf Kufen, dessen Motor sich wie ein Hubschrauber anhört, zu den Äolischen Inseln.

Die Liparischen Inseln, ein anderer Name der Inselgruppe nach der Hauptinsel benannt, und der Stromboli Vulkan, waren ein langersehntes Ziel, ich war auf dem Weg dorthin ! und aufgeregt, wie es dort wohl sein wird ? Für ihren Vulkanischen Ursprung tragen die Inseln auch den UNESCO-Welterbetitel. Die Fähre war voll, die meisten, wir ja auch, hatten Gepäck, Koffer dabei und einen Sitzplatz, den es nur innen gibt. Heute hatten wir Glück das das Meer wieder ruhig war. Vor 2 Tagen fuhr die Fähre wegen Sturm gar nicht, was mir ein junger Mann neben mir bestätigte, der dadurch seinen Flug in Catania verpasst hatte. Damit muss man hier rechnen, die Hotels sind darauf eingestellt und händeln Änderung dadurch i.d.R. kulant. Als erste Insel tauchte Vulcano neben uns auf, grüner als ich erwartet hatte, unverwechselbar durch den eigenen 'Duft' Schwefel, da es dort heiße Quellen gibt. Wir stiegen aber nicht aus weil unser Ziel die Insel Salina war. Dadurch passierten wir noch Lipari wohin wir später zurück für unserem Hotel fahren würden. Nach ca. 1,5 Stunden endlich meine Füße auf der ersten Isola Eolie, Salina, lieblich und auch grün, erwartete uns der Shuttlebus unseres Restaurant Hotel für den Lunch. Dieses ein Nobles und wunderschön gelegen mit Aussicht zum Stromboli, dessen Rauchfahne mich in seinen Bann zog. Wir sahen die individuellen Zimmer und nahmen auf der Restaurantterrasse platz und die Köchin mit 2*Michelin zauberte für uns einen köstlichen leichten Lunch, und es gab Malvasia Secco, meine Lieblingsrebe ! Danach durften wir noch an einer Promenade den Inseltypischen Granite, einen Eisbecher verschiedener Sorten mit gestoßenem Eis, genießen. Dann ging es auch schon wieder zur Fähre und endlich nach Lipari, der Name klingt wie Musik für mich.

Nur wenige Minuten Fahrt mit der Fähre, im Blick die Inselküste mit seiner kleinen Stadt an der Küste  und wir stiegen auf Lipari aus wo uns der Shuttlebus zum Hotel fuhr. Dies auch ein Erlebnis, denn plötzlich war die Straße fast zuende, das Meer nur wenige Meter entfernt und mit einer rechtwinkligen kurzen Kurve und einer rasant folgenden steilen bergauf Fahrt standen wir vor dem Hoteleingang. Ein herzlicher Empfang vom Hoteldirektor in der großen Lobby mit mir sofort erkennbarem künstlerischem Charakter, konnten wir erst einmal unsere Zimmer aufsuchen. Und wow, mit einem kleinen Balkon davor, es war gerade wieder Sonnenuntergangszeit, der Himmel bunt verfärbt über dem Meer. Es blieb nicht viel Zeit um zum Gespräch in der Hotelbar zu eilen wo uns der Hotelbesitzer mit einem kurzen, sehr interessanten Foto-Filmbericht über die Isole Eoli informierte. Wir konnten für den nächsten Tag über die Vulkantour auf den Stromboli abstimmen, da wollte ich natürlich unbedingt dabei sein. Dann wurde an unser leibliches Wohl gedacht, und nach einer kurzen Busfahrt saßen wir in einem traditionellen Aeolischen Restaurant wo uns köstlicher Salat, ebensolche Pasta, gegrillte Gamberoni und weißer Fisch kredenzt wurden. Die zauberhaft aussehende und schmeckende Pistaziencreme machte den kulinarischen Abschluss. Zudem wurde uns dieses Abendessen, auf einer kunstvoll gestalteten Karte und mit einem historischen Foto präsentiert, sehr schön. Voller Vorfreude auf den nächsten Tag gab es eine ruhige Nacht und einen wunderschön sonnigen Morgen mit dem Frühstück bei Sonnenaufgang auf der Hotelterrasse. Dort fielen mir die schönen individuellen Tischplatten auf, die einfach über die weißen Eisengestelle gelegt waren und am nächsten Tag erfuhr ich: alle wurden von einem Künstler individuell bemalt. Es wartete dann unsere Guide für eine kleine Inseltour auf uns, wir sahen eine familiäre Kapernproduktion, typisch für Lipari, dann mit Fahrt an der Küste entlang und wunderbarer Aussicht auf diese größere Hauptinsel und deren Städtchen Lipari, immer wieder zauberhafte Steilküste, mediterrane Pflanzen, und auf schmaler kurviger Straße dann ein Stopp bei einem Weinanbau. Dieser produziert nach komplett 'Grünen' Aspekten zwar keine Bioweine, aber u.a. auch wieder den von mir geliebten Malvasia, hier den Süßen. Nach einer kurzen Probe eilten wir zurück zur Stadt um ein wenig das dortige Flair des Centro aufzunehmen. Alles geht hier ganz entspannt mit südlichem Charakter und bei lauer Luft schauten wir die süditalienischen Waren. Es gibt archäologische Funde hier, eine riesige Burgfestung mit Museum an der Küste, Kirchen, nur leider mussten wir die Besichtigungen auf unseren nächsten Besuch verschieben. Das Restaurant wartete für einen kleinen, wieder kostbaren Lunch, und vor allem galt der Zeitplan der Fähre nach Stromboli.

Was dann folgte war ein Highlight für mich, unvergesslich, unerschöpflich, lang heiß ersehnt, und danach auf Wiederholung und Variation wartend. Die Bootsfahrt zur Insel Stromboli dauerte 1 Stunde, das blaue Meer war zum Glück ruhig, ein Teil unserer kleinen Gruppe blieb dann an der Küste, und ich eilte mit einem Kollegen aus Japan und dem Hoteldirektor zur Gruppe für den Vulkanaufstieg. Passende Wanderschuhe hatte ich an, bekam aber noch einen Rucksack, einen Wanderstab und Helm. Hinter dem Ortsausgang im Gänsemarsch, dem Vulkanguide hinterher, ging es stets bergauf, wir waren ca. 25 Personen, leider nicht die einzige Gruppe. Unter uns wurde der Ort kleiner, die Küste entfernter, das Meer weiter und zur anderen Seite türmte sich der Vulkankegel. Es gab ab und zu eine Pause, meine Kraft in den Beinen schwand und es wurde anstrengend für mich. Dennoch auch ich habe nach ca. 2,5 Stunden den Aussichtspunkt auf ca. 900 m Höhe erreicht, wir blieben durch die Wolken ohne das Erlebnis das Feuer des Stromboli zu sehen, konnten aber 2x sein Grollen beim Ausbruch hören und sahen den Wolkenumhangenen Kraterberg mit dahinter liegendem Sonnenuntergang. Der Abstieg in Dunkelheit ergänzte das Erlebnis. Müde, erschöpft aber glücklich erreichten wir spät die wartende Fähre, die uns zurück nach Lipari brachte. Unsere Kollegen hatten das Strombolifeuer Abends in der Pizzeria am Inselrand sehen können, dorthin muss ich dann bei meinem nächsten Besuch. Am folgenden Morgen hatte ich etwas Zeit weil meine Fähre nach Sizilien erst Mittags fuhr, dann der Transfer zum Flughafen Catania und mein Rückflug nach Köln am Abend. Loveolie. Ja das Werbemotto für die Äolischen, Aeolian oder auch Liparischen Inseln gilt jetzt auch für mich !©VC